Wu-Tang: An American Saga

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Wu-Tang: An American Saga

Wu-Tang: An American Saga

Wu-Tang: An American Saga ist eine musikalische Biopic-Serie, die das Leben und den Aufstieg des Clans dokumentiert – ursprünglicher ist Musikgeschichte wohl selten in Szene gesetzt und verfilmt worden. Als Produzent und Co-Writer ist RZA höchstpersönlich mit an Bord und so kann man versichert sein, dass in der zehnteiligen Saga nichts beschönigt oder verschwiegen wird, denn Authentizität war immer ein entscheidender Bestandteil der Hip-Hop-Community. Die Serie basiert im Wesentlichen auf den beiden Philosophiebüchern „The Wu-Tang Manual“ und „The Tao of Wu“, die beide von Mastermind RZA geschrieben wurden, und erzählt von der Gründung des Clans, als sich drei Cousins inmitten von Armut und Kriminalität entschließen, etwas ganz Großes auf die Beine zu stellen und die Hip-Hop-Welt aus den Angeln zu heben – 40 Millionen verkaufte Schallplatten später weiß die ganze Welt: Sie haben es geschafft!

„Enter the Wu-Tang (36 Chambers)“, das Debütalbum des Clans (der aus RZA, GZA, ODB, Raekwon, Ghostface Killah, Method Man, Inspectah Deck, U-God und Masta Killa bestand), erschien 1993 und schlug ein wie der Blitz. Minimalistische Beats, wenig Effekte und doch düster, kompakt und wegweisend. Der Rolling Stone sortierte das Album auf Platz 387 seiner Liste der „500 besten Alben aller Zeiten“ (2012) und platzierte es drei Jahre später sogar auf Platz 5 der „50 besten Hip-Hop-Alben“.

Doch der Weg an die Spitze war nicht immer leicht und ohne Hindernisse. Es war ein harter Kampf, dem sich der Clan stellen musste. Erst nach langem Hin und Her wurde der Clan von einem Label unter Vertrag genommen – zu besonderen Konditionen: Alle Mitglieder durften auch bei anderen Plattenfirmen mit ihren Solo-Projekten und Zweitbands Platten aufnehmen – das gab es vorher noch nicht. Aber der Wu-Tang Clan bestimmte ab jetzt die Regeln. Neben Alben und Auftritten folgten auch Auseinandersetzungen mit der Staatsgewalt. Darüber hinaus bewies insbesondere RZA ausgeprägten Geschäftssinn, indem er u. a. das bis heute erfolgreiche Fashion-Label Wu-Wear gründete.

Inhalt der 1. Staffel: Bobby Diggs (Ashton Sanders, Moonlight) hat das Leben in Brooklyn der 1990er-Jahre satt. Der New Yorker Stadtteil ist geprägt von Bandenkriminalität und Gewalt, die Crack-Epidemie ist auf dem Höhepunkt. Diggs, der sich RZA nennt (so nämlich klingt das Geräusch, wenn man seinen Vornamen Robert auf dem Plattenspieler scratcht), will etwas anderes für seine Zukunft – klar, Geld, Macht und Frauen sind auch seine Triebfedern, aber er will das alles anders erreichen, ohne Drogen und ohne kriminell zu werden.

 

Sein Bruder Divine (Julian Elijah Martinez) bildet dazu den krassen Gegensatz: Er sichert den Wohlstand seiner Frau und seiner Kinder durch Drogengeschäfte und kann die aus seiner Sicht wirren Ideen seines jüngeren Bruders nicht verstehen.

 

RZA gelingt es, seine Cousins Gary „GZA“ Grice (Johnell Xavier Young) und Russell „Ol’ Dirty Bastard“ Jones (TJ Atoms) von der Idee eines Clans zu überzeugen. Gemeinsam rekrutieren sie eine Truppe von jungen Schwarzen, darunter alle, die auch noch Jahrzehnte später mit dabei sind: Raekwon (Shameik Moore), Ghostface Killah (Siddiq Saunderson) oder Method Man (David „Dave East“ Brewster). Der Wu-Tang Clan ist geboren.

 

Aber es ist ein täglicher Kampf, den die selbsternannten Shaolin ausfechten müssen – hin- und hergerissen zwischen der Musik und der Kriminalität, die hier so offensichtlich zum ganz normalen Alltag gehört wie anderswo der Gang zum Gottesdienst. Es ist der Kampf gegen die Dynamik der Straße und für die Leidenschaft, mit einem einzigen Ziel: es bis nach ganz oben zu schaffen.

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